Genehmigung nach dem Grundstücksverkehrsgesetz: Wenn volkswirtschaftliche Belange den Ausschlag geben
Warum landwirtschaftliche Grundstücksgeschäfte oft eine Genehmigung brauchen Wer ein land- oder forstwirtschaftlich genutztes Grundstück kauft oder verkauft, kommt an einer Besonderheit des deutschen Rechts nicht vorbei: dem Grundstücksverkehrsgesetz (GrdstVG). Ziel des Gesetzes ist es, landwirtschaftliche Flächen vor einer ungesunden Verteilung von Grund und Boden zu schützen und die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern. Deshalb bedarf die Veräußerung eines land- oder forstwirtschaftlichen Grundstücks in aller Regel der Genehmigung der zuständigen Behörde, bevor der Kaufvertrag wirksam vollzogen werden kann. Unternehmen, die Flächen für Gewerbeansiedlungen, Rohstoffabbau oder Infrastrukturvorhaben erwerben möchten, und Gemeinden, die landwirtschaftliche Flächen für Bauleitplanung, Ausgleichsmaßnahmen oder kommunale Projekte benötigen, [...]

