Wer zuerst kommt, mahlt zuerst: Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs im „Windhundrennen“ zweier Windparkbetreiber

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat mit Beschluss vom 29. Januar 2026 (Az.: 22 AS 25.40075) festgestellt, dass die vom Landratsamt Main-Spessart erteilten immissionsschutzrechtlichen Vorbescheide unserer Mandantschaft für die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen Vorrang vor dem Antrag eines konkurrierenden Unternehmens auf die (Voll-)Genehmigung der Errichtung und des Betriebs von Windenergieanlagen haben.   Echte Konkurrenzsituation zwischen geplanten Windenergieanlagen Neben speziellen verfahrensrechtlichen Fragestellungen hatte sich der Senat vor allem mit der Besonderheit zu beschäftigen, dass beide Windparkbetreiber ihre Windenergieanlagen in unmittelbarer Nähe zueinander bauen wollen. Die daraus entstandene echte Konkurrenzsituation ist davon geprägt, dass bei Realisierung beider Vorhaben durch die Nähe der [...]

2026-03-31T09:28:27+02:0031. März 2026|

Rechtsgutachten zur EU-Wiederherstellungsverordnung (EU-WVO) für den NABU veröffentlicht

Die Umsetzung der europäischen Wiederherstellungsverordnung (EU-WVO) gewinnt zunehmend an Bedeutung - sowohl auf politischer Ebene als auch in der praktischen Anwendung durch die Mitgliedstaaten. Für den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) hat unser Rechtsanwalt Alexander Ionis bereits im Januar 2026 ein umfassendes Rechtsgutachten zur Umsetzungs-Governance der EU-WVO erstellt. Das Gutachten mit dem Titel:   „Zum Rollout der EU-Wiederherstellungsverordnung: Mitgliedstaatliche Umsetzungs-Governance und Zusammenspiel von Rechtspflicht und Gestaltungsoffenheit“   wurde nun durch den NABU veröffentlicht und findet bereits Eingang in die politische Diskussion. Den Beitrag des NABU vom 19.03.2026 mit dem vollständigen Gutachten finden Sie hier: „Unsere Wälder: Wiederherstellung als Chance Umsetzung der [...]

2026-03-24T17:16:57+01:0024. März 2026|

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof setzt Bebauungsplan außer Vollzug – Zufahrt sollte durch eine rund 200 Jahre alte Scheune des Nachbarn führen

Der Bebauungsplan „Am Seehausbach II“, der am 23.05.2025 in Kraft getreten war, weist auf einem bislang im Außenbereich gelegenen Grundstück in einem hochwassergefährdeten Bereich ein Dorfgebiet aus. Dort setzt der Bebauungsplan die Errichtung eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten sowie mindestens zwei Stellplätzen je Wohneinheit fest. Da das neue Baugrundstück nicht an eine öffentliche Straße angebunden ist, sieht der Bebauungsplan eine Erschließung über das Nachbargrundstück vor – konkret durch eine rund 200 Jahre alte Sandsteinscheune hin durch. Gegen den Bebauungsplan stellten die Eigentümer des benachbarten Grundstücks, vertreten durch die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte PartG mbB, am 11.11.2025 einen Normenkontrollantrag beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. [...]

2026-03-21T09:58:10+01:0021. März 2026|

Klage gegen die klimaschädliche A20

Die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte PartGmbB hat für den BUND Niedersachsen am 10.03.2026 Klage gegen den 6. Abschnitt der A 20 bei Bremervörde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht.​ Der Umweltverband bemängelt u. a. unzureichende Prüfungen für Moorböden, Gewässer und Arten wie Fledermäuse sowie Lärmbelastungen für Anwohner. Nähere Details erfahren Sie in der Pressemitteilung des BUND Niedersachsen [hier] .

2026-03-11T10:06:15+01:0011. März 2026|

Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz – Beschleunigung auf Kosten von Umwelt und Rechtsstaat?

Worum geht es? Die Bundesregierung hat im Dezember 2025 den Entwurf eines Infrastruktur-Zukunftsgesetzes (InfZuG) beschlossen, der seit Februar 2026 im Bundestag beraten wird. Das Gesetz soll Planungs- und Genehmigungsverfahren für Verkehrsinfrastruktur – Straßen, Schienenwege, Brücken, Wasserstraßen – erheblich beschleunigen. Dafür ändert es 18 Gesetze und eine Verordnung (Regierungsentwurf BT-Drs. 21/4099 vom 11.02.2026; Stellungnahme des Bundesrates, Anlage 3 zu BT-Drs. 21/4099). Der Wunsch nach schnelleren Verfahren ist berechtigt. Allerdings setzt der Gesetzentwurf nicht an den tatsächlichen Ursachen langer Verfahren an, sondern baut gezielt umwelt- und naturschutzrechtliche Standards ab. I. Fast alles wird „überragend“ – die Entleerung eines Rechtsbegriffs Das zentrale Instrument [...]

2026-03-11T10:07:23+01:0011. März 2026|

Die geplante Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes: Beschleunigung auf Kosten des Rechtsschutzes

Die Bundesregierung hat im Februar 2026 einen Gesetzentwurf zur Reform des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes (UmwRG) vorgelegt (BT-Drs. 21/4146). Der Entwurf soll das deutsche Recht an die Vorgaben der Aarhus-Konvention anpassen und zugleich Gerichtsverfahren in Umweltsachen beschleunigen. Was auf den ersten Blick nach einem sinnvollen Kompromiss klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als problematisch: In zentralen Punkten verstößt der Entwurf gegen Unionsrecht, ignoriert die eigene Wissensbasis der Bundesregierung und riskiert genau die Rechtsunsicherheit, die er beseitigen will. Dieser Beitrag fasst die wesentlichen Kritikpunkte zusammen. Der Anlass: Zwanzig Jahre Umsetzungsdefizit Die Aarhus-Konvention von 1998 garantiert der Öffentlichkeit – und insbesondere Umweltverbänden – den Zugang [...]

2026-03-11T09:55:27+01:0011. März 2026|

Schneller bauen, weniger prüfen – das sächsische Straßenbeschleunigungsgesetz und seine rechtlichen Grenzen.

Marode Brücken rasch ersetzen, Radwege zügig anlegen, Planungsverfahren entschlacken: Das sind nachvollziehbare Ziele. Der Freistaat Sachsen verfolgt sie mit dem „Gesetz zur Beschleunigung der Verfahren im Straßenrecht und im Umweltverträglichkeitsprüfungsrecht" (Drucksache 8/5066), das derzeit im Sächsischen Landtag beraten wird. Der Entwurf enthält durchaus sinnvolle Detailregelungen – er überschreitet aber an mehreren zentralen Stellen die Grenzen, die das EU-Recht und das Grundgesetz der nationalen Beschleunigungsgesetzgebung setzen. Das Ergebnis könnte paradox sein: Ein Gesetz, das Verfahren verkürzen soll, provoziert die Klagen, die jahrelange Planungsarbeit im Nachhinein zunichte machen.  I. Was der Entwurf vorsieht Das Herzstück des Gesetzentwurfs ist eine neue gesetzliche Kategorie [...]

2026-03-11T08:28:11+01:0011. März 2026|

Rechtsanwältin Frau Dr. Franziska Heß als Referentin zu „Wiederherstellung in Planungs- und Zulassungsverfahren“ beim 38. Deutschen Naturschutztag in Berlin

Am Mittwoch, den 11. März 2026, wird unsere Rechtsanwältin Frau Dr. Franziska Heß auf dem 38. Deutschen Naturschutztag (DNT) in Berlin an der Freien Universität Berlin-Dahlem einen Vortrag halten. Unter dem Titel „Wiederherstellung in Planungs- und Zulassungsverfahren“ widmet sich Frau Dr. Heß den aktuellen rechtlichen Entwicklungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der ökologischen Wiederherstellung von Natur und Landschaft. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, welche Pflichten die EU-Wiederherstellungsverordnung in Planungs- und Zulassungsverfahren vor und nach der Verabschiedung des nationalen Wiederherstellungsplans entfaltet. Der 38. Deutsche Naturschutztag stellt die vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen die [...]

2026-03-09T11:39:41+01:009. März 2026|

Am 12.03.2026: Rechtsanwalt Herr Thomas Jäger als Referent bei der Online-Veranstaltung „Klimaanpassung in der Stadtentwicklung“

Am 12. März 2026 wird unser Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Herr Thomas Jäger, als Referent bei dem Online-Seminar „Klimaanpassung in der Stadtentwicklung“ teilnehmen. Veranstaltet wird die zweitägige Veranstaltung vom Institut für Städtebau und Wohnungswesen München (vom 11. März bis 12. März). Im Referat von Herrn Jäger mit dem Titel: „Städtebauliche Instrumente für die Herstellung von Grünstrukturen – Darstellungen im FNP, Festsetzungen im B-Plan, Regelungen im städtebaulichen Vertrag, Gestaltungssatzungen“ wird aufgezeigt und erläutert, wie planungsrechtliche Instrumente systematisch eingesetzt werden können, um klimaangepasste Stadtstrukturen zu fördern und langfristig abzusichern. Ein Thema von besonderer Aktualität und hoher Relevanz für Kommunen, Planungsbüros, Projektentwickler [...]

2026-03-05T14:46:04+01:005. März 2026|
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